TRADITIONS BEWUSSTSEIN
Anfang der 60er Jahre, in der Bedürfniswelt der neuen deutschen Wohlstandsgeneration, galten Wohnwagen als Statussymbol. Und Helmut Wilk, der Ingenieur und Visionär, der Techniker und Tüftler, der Theoretiker und Praktiker, der konstruktive und kreative Geist, konnte Symbole schaffen. In punkto Sicherheit, Technikniveau und Fahrdynamik machte ihm keiner was vor - ihm, der mit seinen 280 Pfund leibhaftiger Innovationskraft alles andere als dynamisch wirkte. Aber der Geist - der des umtriebigen Ingenieurs und ehemaligen Hauptmanns - war immer hell wach.
Mit einem Startkapital von 65 Mark für einen Kasten Werkzeug eröffnete Helmut Wilk 1959 seine eigene Firma. Mühsam feilte er an den ersten 100 Caravans mit Klappbetten, Tisch und Propangas-Kochstelle. Der Wohnwagenaufbau war die reinste Filigranarbeit aus vielschichtig geleimten Hölzern, die mit Nut und Feder ineinander verzahnt wurden - die Geburtsstunde des stabilen Leichtbaus sozusagen, der schlagartig alle monströsen Caravaning-Schwergewichte aus England auf die Plätze verwies.
Im nun folgenden Konkurrenzkampf um die ultimative Fliegengewichtsklasse der Caravans hatte Wilk von Anfang an die Nase vorn: Kein Wettbewerber - und derer gab es viele - hatte so präzise technische Angaben über seine Spanholzschachteln auf zwei Rädern wie der perfektionistische Helmut Wilk. Und niemand gab sich so viel Mühe, den Kunden mit ehrlichen Argumenten satt mit gemogelten Reklamesprüchen zu überzeugen. „Wir haben schon weit über 100.000 Mark in Polyester-Versuche gesteckt", soll der Unternehmer einmal angesichts der tobenden Materialschlacht um den leichtesten Caravan gesagt haben.
Helmut Wilk blieb eben lieber beim Pragmatischen und nannte seine Wohnwagen-Träume schlichtweg „Trip", „Trailer", „Trend", „Traveller" oder „Triumphat". 1964 war Wilks Produktion praktisch ausverkauft. Vermutlich auch deswegen, weil Wilk immer halten konnte, was er versprach. Er hatte sich gewissermaßen durch „ehrliche Leistung" ein Denkmal in der Branche gesetzt - den wahrscheinlich aufrichtigsten Dank, den man Kunden entgegenbringen kann.
Heute behandeln wir diese Geisteshaltung als ein kostbares Erbe, das wir mit großer Leidenschaft weiter pflegen und kultivieren. Immerhin sind Werte wie Ehrlichkeit und Echtheit heute so zeitgemäß wie nie. Die Menschen wollen für ein moderates Budget einfach eine rundum gute Leistung. Transparenz in der Programmpolitik, eine umfangreiche Serienausstattung und eine zeitlose, absolut beständige Produktqualität sind demnach die tragenden Säulen der Wilk-Philosophie. Dieses Versprechen wird ständig genährt - durch Innovationen ganz nah am Bedarf.
